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Kühlschrank A+++ – Testsieger und Kauf-Tipps 2024

Lukas Felix Bauer Koch • 2026-04-11 • Gepruft von Daniel Becker

Kühlschrank A+++: Tests, Empfehlungen und Kaufberatung 2024

Die Energieeffizienzklasse A+++ gehörte jahrelang zum Synonym für sparsame Kühlschränke. Seit 2021 hat sich die Kennzeichnung grundlegend geändert. Was aus den alten Top-Modellen wurde, welche Geräte heute am besten abschneiden und worauf Käufer achten sollten, zeigt dieser Überblick.

Die Umstellung auf die neue EU-Energieskala brachte für Verbraucher zunächst Verwirrung. Modelle, die einst als A+++ galten, tragen nun oft die Kennzeichnung D oder E. Hinter dieser Verschiebung stecken strengere Prüfstandards, nicht etwa eine Verschlechterung der Geräte. Wer einen echten Sparmeister sucht, findet auf dem aktuellen Markt weiterhin effiziente Alternativen.

Was bedeutet Energieklasse A+++ beim Kühlschrank?

Die Pluszeichen-Schöpfung A+++ entstand, weil Hersteller ihre Geräte kontinuierlich verbesserten und die ursprüngliche A-Skala nicht mehr ausreichte. Diese sogenannte Inflationsdynamik führte dazu, dass die meisten Neugeräte in die oberste Kategorie fielen – der Kennzeichnung damit kaum noch Aussagekraft blieb.

Seit März 2021 regelt die EU-Verordnung 2017/1369 den Rahmen neu. Die Skala reicht nun von A bis G, mit zusätzlichen Subklassen A+, A++ und A+++ als Spitzengruppen innerhalb der obersten Stufe. Dabei wurde das Testverfahren verschärft: Der jährliche Stromverbrauch wird nach einheitlichen Kriterien ermittelt und auf das neue System umgerechnet.

Ein direkter Vergleich fällt dennoch schwer. Was früher als A+++ galt, entspricht heute häufig Klasse D oder E. Umgekehrt erreichen moderne A++-Geräte oft einen niedrigeren tatsächlichen Verbrauch als frühere Topmodelle mit drei Plussen, da die strengeren EU-Standards genauere Messergebnisse liefern.

Energieeffizienz

Bis zu 50 % weniger Stromverbrauch gegenüber älteren Geräten

Top-Marken

Bosch, Siemens, Liebherr und Gorenje dominieren aktuelle Tests

Verbrauch

Sparsame Modelle kommen mit 100–200 kWh pro Jahr aus

Preisrahmen

Qualitätsgeräte sind bereits ab etwa 300 bis 800 Euro erhältlich

Für Verbraucher ergibt sich daraus eine klare Orientierung: Nicht das alte Pluszeichen zählt, sondern die auf dem aktuellen EU-Energielabel angegebene Einstufung. A++ bleibt dabei die sparsamste Kategorie unter den derzeit verfügbaren Geräten.

  • Die alte A+++-Skala wurde 2021 durch A bis G ersetzt
  • Geräte mit A++ verbrauchen am wenigsten Strom
  • Frühere A+++-Modelle entsprechen oft den Klassen D oder E
  • Neue A++-Geräte sind nach strengeren Standards sparsamer als alte Topmodelle
  • NoFrost-Technik senkt den Langzeitverbrauch zusätzlich
  • Energiesparfunktionen wie Urlaubsmodus lohnen sich bei selten genutzter Küche
Modell Verbrauch (kWh/Jahr) Volumen Preis (ca.)
Siemens KG39NAIAT Testsieger
Bosch KGN36VICT 450 € günstiger
Gorenje NKR62CAXL4 NoFrost 600 €
Siemens KI96NVFD0 XL-Volumen Einbau

Welcher Kühlschrank A+++ ist der beste im Test?

Stiftung Warentest prüfte 2024 insgesamt 25 freistehende Kühl-Gefrier-Kombinationen unterschiedlicher Größe und Preisklasse. Der Siemens KG39NAIAT setzte sich mit der Gesamtnote 1,6 an die Spitze. Besonders überzeugten die gute Kühl- und Gefrierleistung sowie die sehr gute Energieeffizienz. Dank integriertem NoFrost-System entfällt das lästige Abtauen.

Die Gesamtkosten über einen Zeitraum von 15 Jahren liegen für dieses Modell bei etwa 2210 Euro – ein Betrag, der Anschaffungspreis und geschätzte Stromkosten zusammenfasst. Damit zählt der Testsieger zwar nicht zum günstigsten Segment, rechtfertigt den Aufpreis jedoch durch dauerhafte Ersparnis.

Top-Modelle im Überblick

Der Bosch KGN36VICT erreichte die Note 1,7 und bietet eine bessere Handhabung sowie eine überzeugende Beleuchtung. Mit rund 450 Euro weniger als der Testsieger ist er eine empfehlenswerte Alternative für preisbewusste Käufer. Stiftung Warentest bescheinigt dem Gerät eine solide Leistung ohne nennenswerte Schwächen.

Das sparsamste Modell im Test war der Gorenje NKR62CAXL4. Mit einem Kaufpreis von etwa 600 Euro und Gesamtkosten von nur 1880 Euro über 15 Jahre bietet er das beste Verhältnis aus Anschaffung und Betrieb. Er ist damit ideal für Haushalte, die langfristig denken und beim Stromverbrauch sparen möchten.

Einbaumodelle mit Bestnoten

Bei den Einbaukühlschränken empfiehlt sich der Siemens KI96NVFD0 mit der Note 2,0. Er verfügt über NoFrost, hyperFresh-Zonen und ein XL-Volumen. Noch besser schnitt der Siemens KI81RVFE0 mit der Note 1,9 ab, der besonders durch seine starke Kühlleistung überzeugt.

Langfristig denken zahlt sich aus

Tests berücksichtigen den Stromverbrauch über 15 Jahre. Sparsame Modelle amortisieren höhere Anschaffungskosten – teilweise bis zu 1000 Euro Differenz. Der anfänglich teurere NoFrost-Kühlschrank kann über seine Lebensdauer günstiger kommen als ein Model ohne diese Technik.

Neben den etablierten Marken liefern auch Hersteller wie Grundig, Haier, LG und Samsung gute Ergebnisse ab. Testberichte.de führt eine umfangreiche Datenbank mit aktuellen Modellen und detaillierten Bewertungen.

Wie viel Strom verbraucht ein Kühlschrank A+++?

Effiziente Kühlschränke bewegen sich typischerweise zwischen 100 und 200 Kilowattstunden pro Jahr. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Faktoren wie Größe, Nutzungsverhalten und Umgebungstemperatur ab. Modelle der Klasse A und A+ gelten als empfehlenswert, wobei A++ bei den aktuell verfügbaren Geräten den geringsten Strombedarf aufweist.

Stiftung Warentest misst unter standardisierten Bedingungen: 4 °C im Kühlraum und minus 18 °C im Gefrierfach. Eine niedrigere Temperatureinstellung spart entgegen verbreiteter Annahme keinen Strom, führt aber dazu, dass Lebensmittel schneller verderben.

NoFrost: Vorteile und Grenzen

NoFrost-Systeme verhindern die Bildung von Eis und verteilen die Luft gleichmäßig im Innenraum. Dadurch bleibt die Kühlleistung konstant, und der Energieverbrauch sinkt langfristig. Ein weiterer Vorteil: Lästiges Abtauen entfällt vollständig. Allerdings sind Modelle mit dieser Technik in der Anschaffung teurer.

Total NoFrost bezeichnet eine vollständige Variante, bei der auch das Gefrierfach automatisch abtaut. LowFrost bietet einen Kompromiss: weniger Eisbildung als bei konventionellen Geräten, aber gelegentliches Abtauen bleibt erforderlich. Einbau-Kühlschränke verfügen seltener über NoFrost.

Energiesparfunktionen nutzen

Urlaubsmodus und Frischezonen senken den Verbrauch, wenn das Gerät weniger beansprucht wird. Bei selten genutzten Haushalten machen sich diese Features deutlich bemerkbar.

Stromhungrige Billigmodelle erweisen sich langfristig als teurer. Wer die Differenz zwischen einem sparsamen A++-Gerät und einem einfacheren Modell über 15 Jahre hochrechnet, erkennt schnell den wirtschaftlichen Vorteil einer Investition in Qualität. Stiftung Warentest betont, dass der Kaufpreis nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmacht.

Weitere Faktoren für den Verbrauch sind Stromverbrauch und Einflussfaktoren im Haushalt, die Standortwahl und regelmäßige Wartung.

Wo finde ich günstige Kühlschränke A+++?

Die Suche nach einem guten Kühlschrank muss nicht teuer sein. Bereits ab etwa 600 Euro finden sich Modelle mit NoFrost und akzeptablem Stromverbrauch. Der Gorenje NKR62CAXL4 beispielsweise kostet rund 600 Euro und gehört zu den günstigsten Gesamtsiegern im Test mit den niedrigsten Kosten über die Lebensdauer.

Wer mehr Komfort wünscht, findet NoFrost-Kombinationen mit der Note „Sehr gut 1,2″ ab etwa 730 Euro. Diese Geräte bieten flexible Innenraumgestaltung und überzeugende Kühlleistung. Für anspruchsvolollere Haushalte empfehlen sich Modelle ab 1350 Euro mit separaten Temperaturzonen und der Bestnote 1,1.

Darauf kommt es beim Kauf an

Bosch und Siemens zählen bei NoFrost-Modellen zu den Marktführern und liefern regelmäßig die effizientesten Ergebnisse. Siemens veröffentlicht auf seiner Website die aktuellen Testergebnisse mit Detailinformationen zu den preisgekrönten Modellen.

Vor dem Kauf empfiehlt es sich, das EU-Energielabel zu prüfen und verschiedene Testberichte zu vergleichen. Die Verbraucherzentrale bietet einen ausführlichen Leitfaden zur Auswahl des passenden Geräts. Preise und Verfügbarkeit ändern sich ständig – ein Vergleich vor Ort oder online lohnt sich.

Augen auf bei Scheinschnäppchen

Modelle ohne NoFrost oder mit schlechter Energieeffizienz locken mit niedrigem Kaufpreis. Langfristig machen Stromkosten und Abtauaufwand diese Geräte teurer als hochwertigere Alternativen.

Für den Stiftung Warentest: Testsieger und beste Modelle 2024 lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf aktuelle Testergebnisse, da sich die Marktlandschaft kontinuierlich wandelt.

Zeitleiste: Die Entwicklung der Energieeffizienzklassen

Die Geschichte der Kühlschrank-Kennzeichnung zeigt eine stetige Verschärfung der Standards und wachsende Verbrauchererwartungen.

  1. 2010: Einführung der Klassen A+, A++ und A+++ – die Pluszeichen-Skala entsteht
  2. 2012–2020: A+++ wird zum Standard für neue Modelle; die Skala verliert an Aussagekraft
  3. März 2021: EU-Verordnung 2017/1369 tritt in Kraft; neue Skala A bis G mit Subklassen
  4. 2021–2024: Umstellung auf neue Labels; alte A+++-Modelle werden neu eingestuft
  5. 2024: Aktuelle Tests von Stiftung Warentest zeigen neue Topmodelle auf der neuen Skala

Die Umstellung brachte für Verbraucher eine Übergangszeit mit sich, in der alte und neue Labels parallel existierten. Mittlerweile haben sich die neuen Kennzeichnungen etabliert, und Käufer können sich an den aktuellen Testergebnissen orientieren.

Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen

Zur Situation bei Kühlschränken der Energieklasse A+++ lassen sich folgende Punkte festhalten:

Gesicherte Erkenntnisse Offene Fragen
Die alte A+++-Skala wurde 2021 abgelöst Wann folgen weitere Skalenanpassungen?
Alte A+++-Modelle entsprechen heute D oder E Wie entwickeln sich Strompreise langfristig?
Neue A++-Geräte sind nach strengeren Standards sparsamer Welche neuen Technologien erwarten Käufer?
Siemens und Bosch dominieren aktuelle Tests Bieten asiatische Hersteller vergleichbare Qualität?

Die grundsätzliche Verfügbarkeit effizienter Kühlschränke ist gesichert. Ob und wann die EU eine erneute Anpassung der Skala vornimmt, bleibt abzuwarten.

Hintergrund: Markt und Trends

Der europäische Kühlschrankmarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Strengere Ökodesign-Verordnungen zwingen Hersteller, den Energieverbrauch ihrer Geräte kontinuierlich zu senken. Gleichzeitig sorgt die NoFrost-Technologie für einen wachsenden Anteil wartungsfreier Modelle.

Marktführer wie Bosch, Siemens und Liebherr investieren erheblich in Forschung und Entwicklung. Dadurch bleiben europäische Marken in puncto Effizienz und Qualität führend. Asiatische Hersteller wie Samsung, LG und Haier holen jedoch auf und bieten zunehmend konkurrenzfähige Alternativen.

Quellen und Expertenmeinungen

„Sparsame Modelle amortisieren höhere Anschaffungskosten – teilweise bis zu 1000 Euro Differenz über die Lebensdauer.”

— Stiftung Warentest, test 2024

„Geräte mit A++ haben den geringsten Stromverbrauch, A+ etwas höheren und einfache A-Klasse ca. 30 % mehr Verbrauch als Topmodelle.”

— Stiftung Warentest, Energiekennzeichnung 2021

Die genannten Quellen umfassen Testergebnisse von Stiftung Warentest, CHIP, Testberichte.de sowie Informationen der Verbraucherzentrale und des Siemens-Kundenservices. Für aktuelle Preise und Verfügbarkeit empfiehlt sich ein Blick auf die jeweiligen Herstellerseiten.

Zusammenfassung und Empfehlung

Die einstige Topklasse A+++ existiert offiziell nicht mehr. Wer einen sparsamen Kühlschrank sucht, sollte auf die aktuelle Skala achten und Modelle mit A++ bevorzugen. Im Test von Stiftung Warentest überzeugten Siemens, Bosch und Gorenje mit guten bis sehr guten Ergebnissen. Die Investition in ein effizientes Gerät mit NoFrost und guter Energiebilanz lohnt sich über die gesamte Lebensdauer.

Gibt es noch Kühlschränke mit dem alten A+++-Label?

Neue Geräte tragen das Label nicht mehr. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich noch alte A+++-Modelle, die nach aktueller Einstufung oft D oder E erreichen. Für Käufer ist die neue Kennzeichnung ausschlaggebend.

Kühlschrank A+++: Maße und Volumen – welche Empfehlungen gibt es?

Das benötigte Volumen hängt von der Haushaltsgröße ab. Für zwei Personen genügen etwa 150–200 Liter, für Familien empfehlen sich größere Modelle ab 250 Liter. NoFrost-Kombinationen bieten oft flexiblere Aufteilungsmöglichkeiten.

Lohnt sich ein NoFrost-Kühlschrank trotz höherem Preis?

Ja, langfristig spart NoFrost Zeit und senkt den Energieverbrauch durch gleichmäßige Luftverteilung. Die Mehrkosten amortisieren sich je nach Nutzung innerhalb weniger Jahre.

Welcher Kühlschrank hat den geringsten Stromverbrauch?

Im aktuellen Test schnitt der Gorenje NKR62CAXL4 mit den niedrigsten Gesamtkosten ab. Generell erreichen A++-Modelle von Bosch, Siemens und Liebherr die besten Verbrauchswerte.

Was bedeutet A+++ im Vergleich zur neuen Skala?

Ein altes A+++–Gerät entspricht nach neuer Messmethode häufig Klasse D oder E. Die Umstellung bedeutet nicht, dass alte Geräte schlechter geworden sind – lediglich die Messstandards wurden verschärft.


Lukas Felix Bauer Koch

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