
Friedrich Merz Wahl Bundeskanzler: 325 Stimmen 2025
Es war ein Tag, an dem der Bundestag eine Premiere erlebte: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik scheiterte ein Kanzlerkandidat im ersten Wahlgang. Doch wenige Stunden später schaffte Friedrich Merz im zweiten Anlauf, was ihm zunächst verwehrt blieb – mit 325 Stimmen wurde er zum zehnten Bundeskanzler gewählt.
Wahldatum: 6. Mai 2025 · Stimmen im 2. Wahlgang: 325 · Erster Wahlgang: Gescheitert · Quelle: Bundestag · Partei: CDU
Kurzüberblick
- Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt (Deutscher Bundestag (Offizielles Protokoll))
- Erforderliche Mehrheit betrug 316 Stimmen (Deutscher Bundestag)
- Merz ist der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik und der sechste CDU-Kanzler (CDU Deutschlands (Partei-offiziell))
- Genaue Verteilung der 18 fehlenden Koalitionsstimmen im ersten Wahlgang nach Fraktionen
- Identität einzelner Abweichler aus den Koalitionsfraktionen
- Vollständige personelle Besetzung des Kabinetts
- Bundestagswahl: 23. Februar 2025 (Deutscher Bundestag)
- Vorschlag durch Bundespräsident Steinmeier: 5. Mai 2025 (Bundespräsident (Offizielles Amt))
- Erster Wahlgang (Scheitern): 6. Mai 2025, vormittags (Deutscher Bundestag)
- Zweiter Wahlgang: 6. Mai 2025, 15:15 Uhr (Deutscher Bundestag)
- Amtszeit bis zur nächsten Bundestagswahl (voraussichtlich 2029)
- Regierungsbildung mit Kabinett Merz I
- Wahlperiode 21. (2025–2029)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Name | Friedrich Merz |
| Amtsantritt | 6. Mai 2025 |
| Stimmen 2. Wahlgang | 325 |
| Erforderliche Mehrheit | 316 |
| Kanzlernummer | Zehnter |
| Partei | CDU |
| Quelle | Bundestag.de (Offizielles Protokoll) |
Kanzlerwahl 2025 Ergebnis
Die Kanzlerwahl am 6. Mai 2025 schrieb bundesdeutsche Geschichte: Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik scheiterte ein vorgeschlagener Kanzlerkandidat im ersten Wahlgang. Wenige Stunden später jedoch gelang Friedrich Merz im zweiten Anlauf die Wahl zum Bundeskanzler. Der CDU-Vorsitzende erhielt 325 Ja-Stimmen bei 618 abgegebenen Stimmen und übertraf damit die erforderliche absolute Mehrheit von 316 Stimmen deutlich.
Die Abstimmung zeigt: Die Koalition aus CDU/CSU und SPD verfügt über 328 Sitze im Bundestag – rechnerisch ein Überschuss von 12 Stimmen. Dennoch fehlten Merz im ersten Wahlgang sechs Stimmen zur absoluten Mehrheit, obwohl sämtliche Koalitionäre für ihn hätten stimmen müssen.
Erster Wahlgang
Der erste Wahlgang am Vormittag des 6. Mai endete mit einem Schock für die Regierungsfraktionen: Merz erhielt lediglich 310 Ja-Stimmen, während 307 Abgeordnete mit Nein stimmten. Hinzu kamen drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme bei 621 abgegebenen Stimmen. Die Koalitionsfraktionen verfügten über 328 Stimmen (208 Union, 120 SPD) – damit hätten theoretisch genügend Stimmen für eine erfolgreiche Wahl vorhanden sein müssen.
Zweiter Wahlgang
Um 15:15 Uhr rief Bundestagspräsidentin Julia Klöckner den zweiten Wahlgang aus. Diesmal stimmten 325 Abgeordnete für Merz, 289 votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung und drei ungültige Stimmen. Nach der Verkündung des Ergebnisses brandete Applaus auf – laut Berichten des SPD-nahen Vorwärts sogar stehende Ovationen im Plenarsaal.
Mehrheit
Die absolute Mehrheit von 316 Stimmen wurde im zweiten Wahlgang überschritten. Merz erreichte damit neun Stimmen mehr als theoretisch nötig. Die Statista-Datenvisualisierung zeigt die Diskrepanz zwischen Koalitionsstärke und tatsächlichem Wahlergebnis eindrücklich.
Merz Kanzlerwahl Stimmen
Die Stimmverteilung bei der Kanzlerwahl offenbarte ein unerwartetes Bild: Während die schwarz-rote Koalition über eine komfortable Mehrheit verfügte, konnte Friedrich Merz diese im ersten Wahlgang nicht mobilisieren.
Stimmenanzahl
Im ersten Wahlgang erhielt Merz 310 Ja-Stimmen – sechs weniger als die erforderliche absolute Mehrheit von 316. Im zweiten Wahlgang steigerte er sich auf 325 Stimmen, was einer Differenz von 15 Stimmen zwischen den beiden Wahlgängen entspricht. Die Wirtschaftswoche analysierte die Stimmverschiebung als Indikator für innerkoalitionäre Verhandlungen.
Absolute Mehrheit
Die erforderliche Mehrheit von 316 Stimmen ergab sich aus der Gesamtzahl der Bundestagsabgeordneten (630) dividiert durch zwei, aufgerundet. Das offizielle Bundestagsprotokoll bestätigt: Mit 325 Ja-Stimmen überschritt Merz diese Marke um neun Stimmen.
Die geheime Wahl mit verdeckten Stimmkarten macht es unmöglich, einzelne Abweichler zu identifizieren. Dennoch zeigen die 18 fehlenden Stimmen im ersten Wahlgang, dass nicht alle Koalitionsabgeordneten automatisch für den eigenen Kanzlerkandidaten stimmten.
Wie lange bleibt Merz Bundeskanzler?
Die Amtszeit des neuen Bundeskanzlers ist an die Legislaturperiode des Bundestages gekoppelt. Nach Artikel 63 des Grundgesetzes wird der Bundeskanzler nach jeder Bundestagswahl neu gewählt.
Amtszeit
Friedrich Merz wurde am 6. Mai 2025 gewählt und wird die Amtszeit der 21. Wahlperiode ausüben. Diese dauert laut Bundestagsangaben voraussichtlich von 2025 bis 2029. Die CDU stellte damit insgesamt 52 Jahre lang den Kanzler – länger als jede andere Partei in der Bundesrepublik.
Nächste Wahl
Die nächste reguläre Bundestagswahl ist für 2029 geplant. Merz kann theoretisch auch vorzeitig abgewählt werden, wenn ein Nachfolger die absolute Mehrheit der Bundestagsabgeordneten erhält (Art. 67 GG – Konstruktives Misstrauensvotum).
Die Amtszeit ist an die Legislaturperiode gebunden, nicht an ein fixes Enddatum. Sollte der Bundestag vor 2029 aufgelöst werden, endet auch Merz’ Kanzlerschaft.
Wer hat Merz gewählt?
Die Kanzlerwahl ist eine geheime Abstimmung im Bundestag. Die Identität einzelner Stimmergeber lässt sich daher nicht nachvollziehen – doch die Fraktionsstrukturen geben Aufschluss über die mutmaßliche Zustimmung.
Abstimmungsverlauf
Im ersten Wahlgang votierten 310 Abgeordnete für Merz – weit unter den 328 Sitzen der Koalitionsfraktionen. Dies deutet auf Abweichler aus den eigenen Reihen hin. Im zweiten Wahlgang erhöhte sich die Zustimmung auf 325, was laut Statista eine Annäherung innerhalb der Koalition signalisiert.
Koalition
Die CDU/CSU-Fraktion mit 208 Sitzen und die SPD mit 120 Sitzen bildeten die tragende Säule für Merz’ Wahl. Hinzu kamen wahrscheinlich einzelne Stimmen aus anderen Fraktionen. Die CDU betonte, Merz habe die erforderliche Mehrheit erreicht und damit den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten.
Bundeskanzler Wahl wie oft?
Die Wahl des Bundeskanzlers folgt einem im Grundgesetz festgelegten Procedere. Die Häufigkeit der Wahl ergibt sich aus verfassungsrechtlichen Regelungen zur Legislaturperiode.
Wahlzyklus
Gemäß Artikel 63 GG wird der Bundeskanzler nach jeder konstituierenden Sitzung eines neugewählten Bundestages gewählt. Die Bundestagsverwaltung bestätigt: Dies geschieht in der Regel kurz nach der Bundestagswahl, kann aber auch später erfolgen, wie das Beispiel Merz zeigt – fast drei Monate nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025.
Grundgesetz
Artikel 63 legt fest: Der Bundespräsident schlägt einen Kandidaten vor. Erreicht dieser im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, ist er gewählt. Andernfalls kann innerhalb von 14 Tagen ein zweiter Wahlgang stattfinden, in dem die relative Mehrheit genügt. Ein dritter Wahlgang ist nicht vorgesehen – danach muss der Bundespräsident entweder den Gewählten ernennen oder den Bundestag auflösen.
Bei Merz’ Wahl zeigte sich ein historisches Novum: In 20 vorherigen Kanzlerwahlen seit 1949 war kein Kandidat im ersten Wahlgang gescheitert. Merz’ erstes Scheitern markiert damit einen Bruch mit sieben Jahrzehnten bundesdeutscher Tradition.
Zeitlicher Ablauf der Kanzlerwahl
Der Weg zur Wahl Friedrich Merz’ erstreckte sich über mehrere Monate nach der Bundestagswahl und gipfelte in einem dramatischen Abstimmungsprozess im Bundestag.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 23. Februar 2025 | Bundestagswahl – CDU gewinnt, Merz als Kanzlerkandidat |
| 5. Mai 2025 | Bundespräsident Steinmeier schlägt Merz offiziell vor |
| 6. Mai 2025, vormittags | Erster Wahlgang: 310 Ja-Stimmen – Scheitern |
| 6. Mai 2025, 15:15 Uhr | Zweiter Wahlgang: 325 Ja-Stimmen – Wahl |
| 6. Mai 2025, nach der Wahl | Ernennung im Schloss Bellevue durch Bundespräsident Steinmeier |
Der Zeitplan zeigt, dass die Regierungsbildung rund drei Monate nach der Bundestagswahl abgeschlossen wurde.
Deutschland wartete rund sechs Monate nach der Bundestagswahl auf eine stabile Regierung – die längste Regierungsbildung seit der Bundestagswahl 1949.
Was ist bestätigt, was bleibt unklar?
Die Kanzlerwahl lieferte sowohl klare Fakten als auch offene Fragen. Die folgende Übersicht ordnet das Geschehen ein.
Bestätigte Fakten
- Merz wurde am 6. Mai 2025 mit 325 Stimmen im zweiten Wahlgang gewählt
- Im ersten Wahlgang scheiterte er mit 310 Stimmen – ein historisches Novum
- Die Koalition verfügte über 328 Sitze, konnte diese aber nicht vollständig mobilisieren
- Bundespräsident Steinmeier ernannte Merz noch am selben Tag im Schloss Bellevue
- Merz ist der zehnte Kanzler und sechste CDU-Kanzler der Bundesrepublik
Was unklar bleibt
- Warum genau 18 Koalitionsabgeordnete im ersten Wahlgang nicht für Merz stimmten
- Welche Fraktionszugehörigkeit die Abweichler hatten
- Ob taktische oder inhaltliche Gründe für das erste Scheitern vorlagen
- Wie die genaue Kabinettsbesetzung aussieht
Zitate zur Kanzlerwahl
Ich nehme die Wahl an, so wahr mir Gott helfe.
— Friedrich Merz, nach seiner Wahl zum Bundeskanzler (CDU Deutschlands, Partei-offiziell)
Der Abgeordnete Friedrich Merz hat die erforderliche Mehrheit von mindestens 316 Stimmen erreicht.
— Julia Klöckner, Bundestagspräsidentin, bei der Verkündung des Wahlergebnisses (YouTube, Bundestag-Übertragung)
Der Abgeordnete Friedrich Merz hat die erforderliche Mehrheit von mindestens 316 Stimmen nicht erreicht.
— Julia Klöckner, Bundestagspräsidentin, nach dem ersten Wahlgang
Die Abstimmung im Bundestag war geheim – laut dem offiziellen Protokoll des Deutschen Bundestages mit verdeckten Stimmkarten. Damit ist eine vollständige Zuordnung der einzelnen Stimmen nicht möglich. Fest steht: Merz dankte nach der Verkündung für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Die Wahl Friedrich Merz’ markiert einen Wendepunkt in der deutschen Politik: Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik musste ein Kanzlerkandidat in den zweiten Wahlgang – und schaffte dort mit 325 Stimmen eine klare Mehrheit. Für die kommende Legislaturperiode bis 2029 trägt Merz die Verantwortung für eine Koalition, die im ersten Anlauf noch zerbröckelte.
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Friedrich Merz, dessen Biografie vom Wirtschaftsmanager zum Bundeskanzler eine beeindruckende Karriere von der Wirtschaft in die Politik markiert, triumphierte mit 325 Stimmen zur Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Nächste Bundeskanzler Wahl 2025?
Eine weitere Bundeskanzlerwahl ist für 2025 nicht vorgesehen. Nach der erfolgreichen Wahl am 6. Mai 2025 bleibt Friedrich Merz bis zur nächsten Bundestagswahl im Amt.
Wann sind Wahlen in Deutschland Bundeskanzler 2026?
Für 2026 ist keine Bundeskanzlerwahl geplant. Die reguläre Legislaturperiode läuft bis 2029. Eine vorzeitige Bundestagsaufllösung wäre nur durch Konstruktives Misstrauensvotum (Art. 67 GG) oder durch Bundespräsidentenentscheidung möglich.
Nächste Bundeskanzler Wahl 2029?
Die nächste reguläre Bundestagswahl und damit verbundene Bundeskanzlerwahl ist für 2029 geplant, sofern die 21. Wahlperiode regulär endet.
Warum scheiterte Merz im ersten Wahlgang?
Merz erhielt im ersten Wahlgang nur 310 von 328 möglichen Koalitionsstimmen. Sechs Stimmen fehlten zur absoluten Mehrheit. Die genaue Ursache bleibt offen, da die Abstimmung geheim war. Mögliche Gründe: Fraktionsdisziplin, taktisches Votum oder Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition.
Wie wird der Bundeskanzler gewählt?
Gemäß Art. 63 GG schlägt der Bundespräsident einen Kandidaten vor. Dieser benötigt die absolute Mehrheit der Bundestagsabgeordneten (derzeit 316 von 630). Bei Scheitern ist ein zweiter Wahlgang innerhalb von 14 Tagen möglich, in dem die relative Mehrheit genügt. Ein dritter Wahlgang ist verfassungsrechtlich ausgeschlossen.
Was bedeutet die Kanzlerwahl für Deutschland?
Mit Friedrich Merz als zehnten Bundeskanzler beginnt eine neue Legislaturperiode (21. WP, 2025–2029). Die CDU/CSU-SPD-Koalition muss nun Regierungsverantwortung tragen, nachdem das erste Wahlgang-Ergebnis Risse in der Fraktionsdisziplin offenbarte.