
Huawei Mate 20 Lite – Test, Specs und Update-Status 2025
Das Huawei Mate 20 Lite erschien im August 2018 als Mittelklasse-Smartphone mit Fokus auf lange Akkulaufzeit und Vierfach-Kamera. Sechs Jahre später wirft der chinesische Hersteller mit dem US-Handelsembargo und fehlenden Google-Diensten einen langen Schatten auf das ehemals beliebte Gerät.
Mit einem damaligen Neupreis von rund 300 bis 400 Euro positionierte Huawei das Mate 20 Lite direkt unter dem Flaggschiff Mate 20 Pro. Tests lobten damals vor allem die Ausdauer und das helle Display. Doch wie schlägt sich das Gerät heute im Gebrauchtmarkt – und lohnt sich der Kauf noch?
Welche technischen Daten hat das Huawei Mate 20 Lite?
- Display: 6,3 Zoll großes IPS-Display mit 1080 × 2340 Pixeln und hoher Helligkeit
- Performance: Octa-Core-Prozessor Kirin 710 mit 4 × 2,2 GHz und 4 × 1,7 GHz
- Speicher: 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher, erweiterbar um bis zu 256 GB per microSD
- Akku: 3750 mAh Lithium-Polymer-Akku mit Schnellladefunktion
- Kameras: Vier Kameras insgesamt – Dual-Setup vorne und hinten
- Connectivity: USB-C, NFC, Bluetooth 4.2 und 3,5-mm-Klinkenanschluss
- Besonderheit: Glas-Metall-Design mit Fingerabdruckscanner, aber ohne IP-Zertifizierung
| Display | 6,3 Zoll, 1080 × 2340 Pixel, 19,5:9 Format |
|---|---|
| Prozessor | HiSilicon Kirin 710 (Octa-Core) |
| RAM | 4 GB |
| Interner Speicher | 64 GB (ca. 51 GB nutzbar), erweiterbar bis 256 GB |
| Hauptkamera | 20 MP (f/1.8) + 2 MP Tiefensensor |
| Frontkamera | 24 MP + 2 MP (f/2.0) |
| Akku | 3750 mAh, Quick Charge, 2,5 Stunden Ladezeit |
| Betriebssystem | Android 8.1 Oreo mit EMUI 8.2 |
| Gewicht | 172 Gramm |
| Schnittstellen | USB-C, NFC, Bluetooth 4.2, WLAN ac |
Die technische Ausstattung entsprach dem Stand der oberen Mittelklasse 2018. PC-WELT stufte die Ausstattung mit der Note 1,23 (gut) ein, während die Internetgeschwindigkeit im Test nur mit 2,50 (befriedigend) bewertet wurde.
Wie gut ist die Kamera des Huawei Mate 20 Lite?
Das Kamera-Setup des Mate 20 Lite folgt dem Trend der Zeit: Vier Linsen, zwei auf jeder Seite. Die Rückseite kombiniert einen 20-Megapixel-Hauptsensor mit einer Blende von f/1.8 und einen 2-Megapixel-Tiefensensor für Bokeh-Effekte. Die Front setzt auf 24 Megapixel plus einen weiteren 2-Megapixel-Sensor für Porträtaufnahmen.
Dual-Kamera-System mit KI-Limitationen
Im Gegensatz zum High-End-Bruder Mate 20 Pro verzichtet das Lite-Modell auf einen Weitwinkel- oder Telefoto-Objektiv. Stattdessen setzt Huawei auf künstliche Intelligenz zur Szenenerkennung. Der SPIEGEL-Test kritisierte die KI-Funktionen als “oft unnötig oder fehlerhaft”. Die Software neige dazu, Farben unnatürlich aufzupeppen und Hauttöne zu glätten.
Videos nimmt das Mate 20 Lite maximal in Full HD (1080p) auf – 4K-Auflösung fehlt. Ein elektronischer Bildstabilisator soll wackelfreie Aufnahmen gewährleisten, erreicht aber nicht die Qualität optischer Systeme.
Schwächen bei schwachem Licht
Die Nachtfotografie gehört nicht zu den Stärken des Smartphones. CHIP bemängelte in ihrem Test die Detailtreue und das Rauschverhalten bei Dunkelheit. Die Blende von f/1.8 mag auf dem Papier lichtstark wirken, doch ohne optische Bildstabilisierung und mit kleineren Sensoren als bei Flaggschiffen leidet die Bildqualität bei wenig Umgebungslicht.
Keine 4K-Videoaufnahme, keine optische Bildstabilisierung und problematische KI-Überarbeitung bei Porträtaufnahmen. Für Social-Media-Posts bei Tageslicht ausreichend, für ambitionierte Fotografie ungeeignet.
Bekommt das Huawei Mate 20 Lite noch Android-Updates?
Die Software-Situation ist der entscheidende Knackpunkt für potenzielle Käufer 2025. Das Mate 20 Lite startete mit Android 8.1 Oreo und der Huawei-Oberfläche EMUI 8.2. Ein Update auf Android 9 (Pie) war ursprünglich vorgesehen.
Ende der Updates durch US-Embargo
Seit dem US-Handelsembargo gegen Huawei im Mai 2019 veränderte sich die Update-Politik drastisch. Wie das Huawei-Blog berichtet, erhalten ältere Modelle wie das Mate 20 Lite keine weiteren Android-Upgrades mehr. Stattdessen setzt der Hersteller auf die eigene HarmonyOS-Strategie, die jedoch für dieses Modell nicht vorgesehen ist.
Google-Dienste wie der Play Store, Gmail oder Maps sind auf dem Gerät nicht mehr verfügbar, sofern es mit neuerer Software geflasht wurde oder zurückgesetzt wird. Besitzer des Mate 20 Lite, die das Gerät seit 2018 kontinuierlich nutzen und nie zurückgesetzt haben, können noch auf die alten Google-Dienste zugreifen – eine Neuinstallation ist jedoch ohne Workarounds unmöglich.
Neue Geräte oder zurückgesetzte Mate 20 Lite-Modelle erhalten keine Google Mobile Services mehr. Der Play Store fehlt, App-Alternativen müssen über Huawei AppGallery oder APK-Dateien installiert werden. Sicherheitsupdates erscheinen nicht mehr regelmäßig.
Huawei Mate 20 Lite Test: Vor- und Nachteile
Die Testurteile aus 2018 und 2019 zeichnen ein eindeutiges Bild: Das Mate 20 Lite ist ein solides Arbeitsgerät mit überdurchschnittlicher Akkulaufzeit, das in der Multimedia-Abteilung jedoch Schwächen zeigt.
Stärken im Labor
Die Mobilität bewerteten die Tester der COMPUTERWOCHE mit 1,13 (sehr gut). Der 3750-mAh-Akku hielt im Browser-Test bei 75 Prozent Helligkeit 12 Stunden und 53 Minuten durch. Im Alltag erreichten Nutzer problemlos zwei Tage Laufzeit bei moderater Nutzung.
Die Benchmarks bestätigen die Alltagstauglichkeit: 20.708 Punkte im 3DMark und 1.137 Punkte im Sling-Shot-Test. Für Spiele der damaligen Zeit wie PUBG Mobile reichte die Leistung aus, auch wenn höchste Grafikstufen Ruckler verursachten.
Kritikpunkte
Die Multimedia-Wertung fiel mit 2,40 nur befriedigend aus. Gründe waren die durchschnittliche Lautsprecherqualität und die bereits erwähnten Kamera-Schwächen. Zudem fehlen Premium-Features wie kabelloses Laden oder eine Wasserschutz-Zertifizierung. Inside Digital vermissen einen Stereo-Lautsprecher, der in dieser Preisklasse bei Konkurrenten bereits Standard war.
Der 3750-mAh-Akku übertrifft viele aktuelle Mittelklasse-Geräte an Laufzeit. Mit Quick Charge lädt das Gerät in etwa 2,5 Stunden vollständig auf. Ein Tag intensiver Nutzung mit Navigation, Streaming und Fotografie ist problemlos möglich.
Wie entwickelte sich die Unterstützung für das Mate 20 Lite?
- : Marktstart in Deutschland mit Android 8.1 Oreo und EMUI 8.2. Neupreis: 299–400 Euro.
- : Rollout von Android 9 Pie für ausgewählte Mate-20-Modelle, für das Lite-Modell zunächst erwartet.
- : US-Regierung setzt Huawei auf Entity List. Google suspendiert die Zusammenarbeit für neue Geräte.
- : Letzte größere Software-Updates für das Mate 20 Lite. Kein Upgrade auf Android 10.
- : Keine weiteren Sicherheitsupdates oder Android-Versionen. Huawei konzentriert sich auf HarmonyOS für neue Modelle.
Die Geschichte des Mate 20 Lite spiegelt den Bruch wider, den das US-Embargo in der Android-Landschaft verursachte. Was als vielversprechendes Update-Modell startete, endete als technisches Relikt ohne strategische Zukunft beim Hersteller.
Was ist gesichert – was bleibt fraglich?
| Gesicherte Fakten | Ungesicherte oder unklare Punkte |
|---|---|
| Keine offiziellen Android-Updates nach 2020 | Existenz funktionierender Custom ROMs für das Gerät |
| Keine Google Mobile Services bei Neuinstallationen seit 2019 | Genauer Preisbereich im Gebrauchtmarkt 2025 |
| Akkukapazität von 3750 mAh (nicht degradierend durch Updates) | Verfügbarkeit von Ersatzakku und Reparaturteilen |
| Kamera-Hardware unverändert seit Release | Unterstützung durch Huawei AppGallery für wie lange |
| Gewicht und Abmessungen fix bei 172 Gramm | Roaming-Fähigkeiten mit aktuellen Netzbetreibern |
Einordnung: Die Marktposition damals und heute
2018 positionierte Huawei das Mate 20 Lite clever zwischen dem günstigen P20 Lite und dem teuren Mate 20 Pro. Das Modell adressierte Nutzer, die ein großes Display und lange Akkulaufzeit suchten, aber nicht 800 Euro für ein Flaggschiff ausgeben wollten. Handyhase.de betonen, dass das Mate 20 Lite gegenüber seinem Vorgänger Mate 10 Lite deutliche Fortschritte bot: NFC, USB-C statt Micro-USB und ein moderneres Seitenverhältnis des Displays.
Heute, im Jahr 2025, dient das Gerät höchstens als Zweithandy oder Einstiegsgerät für Technikmuffel. Die fehlenden Google-Dienste und veraltete Android-Version machen es für die meisten Nutzer unattraktiv. Wer ein Lenovo Legion Go 2 – Release, Preis und Vergleich sucht oder aktuelle Gaming-Hardware interessiert sind, findet in der mobilen Welt längst bessere Alternativen zum sechs Jahre alten Huawei-Phone.
Die Sanktionen gegen Huawei veränderten nicht nur das Schicksal des Mate 20 Lite, sondern die gesamte Smartphonestrategie des Herstellers. Während Samsung und Xiaomi ihre Mittelklasse-Modelle über Jahre mit Updates versorgen, blieb das Mate 20 Lite auf dem Stand von 2019 stehen.
Was sagen unabhängige Tests?
Die Bewertungen aus der Fachpresse zeigen ein konsistentes Bild der Stärken und Schwächen.
“Gute Mittelklasse” mit besonderer Erwähnung des Akkus.
— CHIP, Testbericht 2018
“Viel Akku, Kamera mit KI” – Note gut.
— PC-WELT, Testurteil
“Dieses Smartphone ist so mittel-klasse” – kritische Betrachtung der KI-Funktionen.
— SPIEGEL ONLINE, Netzwelt-Test
Die Gesamtnote von 1,71 (gut) aus dem Durchschnitt aller Tests spiegelt wider, dass das Mate 20 Lite für seine Zeit ein rundes Paket bot. Die einzelnen Kategorien schwankten jedoch stark zwischen 1,13 (Mobilität) und 2,50 (Internet/Geschwindigkeit).
Lohnt sich das Huawei Mate 20 Lite noch?
Für Sammler oder Nutzer, die ein funktionierendes Gerät mit noch vorhandenen Google-Diensten besitzen, bleibt das Mate 20 Lite ein brauchbarer Zweitapparat mit exzellenter Akkulaufzeit. Wer jedoch 2025 ein Hauptsmartphone sucht, sollte zu aktuellen Modellen greifen, die über The Last of Us Part 3 – Aktueller Stand zu Release und Gerüchten hinaus auch langfristige Software-Sicherheit bieten. Der Kauf eines gebrauchten Exemplars ist nur empfehlenswert, wenn der Preis deutlich unter 100 Euro liegt und der Verkäufer die Google-Dienstefunktionalität garantiert.
Häufig gestellte Fragen
Huawei Mate 20 Lite vs. Huawei P20 Lite – welches ist besser?
Das Mate 20 Lite bietet einen größeren Akku (3750 vs. 3000 mAh), ein größeres Display (6,3 vs. 5,84 Zoll) und NFC-Unterstützung, die beim P20 Lite fehlt. Der Kirin 710 ist leistungsstärker als der Kirin 659 des P20 Lite.
Wie lange hält der Akku des Huawei Mate 20 Lite im Alltag?
Im Browser-Test mit 75 Prozent Helligkeit erreichte das Gerät knapp 13 Stunden. Bei normaler Nutzung sind zwei Tage ohne Ladung realistisch. Die Ladezeit beträgt etwa 2,5 Stunden.
Ist das Huawei Mate 20 Lite wasserdicht?
Nein, das Gerät besitzt keine IP-Zertifizierung für Wasser- oder Staubschutz. Regen oder Spritzwasser können Schäden verursachen.
Kann man das Huawei Mate 20 Lite noch kaufen?
Neugeräte sind offiziell nicht mehr erhältlich. Auf Gebrauchtplattformen wie eBay oder Kleinanzeigen finden sich Exemplare für geschätzte 50–150 Euro, abhängig vom Zustand.
Bekommt das Huawei Mate 20 Lite EMUI 12?
Nein, das Gerät blieb bei EMUI 8.2 beziehungsweise Android 9 (Pie). Aufgrund des US-Embargos gibt es keine weiteren Updates für dieses Modell.
Funktionieren Google-Dienste auf dem Mate 20 Lite noch?
Nur auf Geräten, die seit 2018 nicht zurückgesetzt wurden und noch die originale Software besitzen. Nach einem Hard-Reset oder bei Neuinstallationen fehlen Google Mobile Services komplett.