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Selen Einfluss auf Gewicht – Wirkung auf Abnehmen und Stoffwechsel

Lukas Felix Bauer Koch • 2026-04-11 • Gepruft von Mia Schneider




Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das zahlreiche körpereigene Prozesse unterstützt. Ob das Mineral auch beim Abnehmen helfen kann, wird seit Jahren wissenschaftlich diskutiert. Dieser Artikel beleuchtet den aktuellen Forschungsstand und klärt, welchen Einfluss Selen tatsächlich auf das Körpergewicht hat.

Immer wieder tauchen Behauptungen auf, dass Selenpräparate den Stoffwechsel ankurbeln und damit den Gewichtsverlust fördern könnten. Die Realität ist jedoch differenzierter: Zwar spielt Selen eine wichtige Rolle im Hormonstoffwechsel, doch als alleiniges Mittel zum Abnehmen eignet es sich nicht. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Mangel vorliegt und wie die Schilddrüsenfunktion beeinflusst wird.

Für Menschen in Deutschland ist das Thema besonders relevant, da die Selenversorgung hierzulande häufig unter den empfohlenen Werten liegt. Die durchschnittliche Zufuhr beträgt lediglich 31 bis 66 Mikrogramm täglich – deutlich weniger als die von Fachgesellschaften empfohlenen 60 bis 70 Mikrogramm.

Kann Selen beim Abnehmen helfen?

Die kurze Antwort lautet: Selen kann den Abnehmprozess unter bestimmten Bedingungen unterstützen, ist jedoch kein Wundermittel. Das Spurenelement beeinflusst das Körpergewicht nicht direkt durch eine Steigerung des Energieverbrauchs. Vielmehr entfaltet es seine Wirkung indirekt über die Schilddrüsenfunktion, die den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen reguliert.

Wirkung
Unterstützt den Stoffwechsel indirekt über die Schilddrüsenfunktion

📊
Tagesbedarf
60–70 µg für Erwachsene nach DGE-Empfehlung

🥜
Natürliche Quellen
Paranüsse, Fisch, Eier und tierische Produkte

⚠️
Risiko
Überdosierung kann ab 400 µg täglich problematisch werden

Wichtige Erkenntnisse im Überblick

  • Selen ersetzt kein Kaloriendefizit, das für erfolgreiches Abnehmen notwendig ist
  • Bei einem nachgewiesenen Selenmangel kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein
  • Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 benötigen Selen für ihre Aktivierung
  • Eine Schilddrüsenunterfunktion kann den Stoffwechsel verlangsamen und Gewichtszunahme begünstigen
  • Etwa 40 Prozent der deutschen Bevölkerung könnten suboptimal mit Selen versorgt sein
  • Vegetarier und Veganer tragen ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Selenversorgung
  • Die prophylaktische Einnahme ohne diagnostizierten Mangel gilt als nicht sinnvoll
Fakt Details Quelle
Tagesdosis (DGE) 60 µg Frauen, 70 µg Männer DGE
Sichere Obergrenze (EFSA) 255 µg täglich EFSA
Durchschnittliche Zufuhr DE 31–66 µg täglich Ernährungsstudien
Optimale Versorgung ca. 105 µg pro Tag Wissenschaftliche Schätzungen
Effekt auf Gewicht Indirekt über T3/T4-Hormone Fachliteratur
Supplement-Üblich Max. 200 µg pro Präparat DGE

Wie wirkt Selen auf Stoffwechsel und Schilddrüse?

Das Verständnis der physiologischen Zusammenhänge ist entscheidend, um die Rolle von Selen beim Thema Gewicht richtig einzuordnen. Das Spurenelement ist an verschiedenen Enzymsystemen beteiligt, die als Selenoproteine bezeichnet werden. Diese Proteine übernehmen lebenswichtige Funktionen im Zellschutz, im Immunsystem und besonders bedeutsam: im Hormonstoffwechsel der Schilddrüse.

Schilddrüsenfunktion und Energiestoffwechsel

Die Schilddrüse produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die nahezu jeden Stoffwechselprozess im Körper beeinflussen. Sie regulieren die Herzfrequenz, die Körpertemperatur und maßgeblich den Energieverbrauch in Ruhe. Für die Umwandlung von T4 in das aktive T3 sind spezielle Enzyme erforderlich, die Selen als Kofaktor benötigen.

Bei einer ausreichenden Selenversorgung kann die Schilddrüse ihre Hormone effizient herstellen und aktivieren. Bei einem Mangel hingegen kann die Hormonproduktion eingeschränkt sein, was sich in einer verlangsamten Stoffwechselrate äußern kann. Eine Schilddrüsenunterfunktion führt häufig zu Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und – insbesondere – zu einer Tendenz zur Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung.

Wichtig zu wissen

Ein Selenmangel ist jedoch in Deutschland klinisch selten. Die meisten Menschen nehmen zwar weniger Selen auf als empfohlen, zeigen aber keine klassischen Mangelerscheinungen. Eine Supplementierung sollte trotzdem nur nach ärztlicher Diagnostik erfolgen.

Selen und Schilddrüsenerkrankungen

Bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen kann eine ausreichende Selenversorgung besonders relevant sein. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, deuten Studien darauf hin, dass Selen die Antikörperproduktion reduzieren und damit den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen könnte.

Auch bei anderen Schilddrüsenfunktionsstörungen, sei es eine Über- oder Unterfunktion, kann Selen eine unterstützende Rolle spielen. Gewichtsschwankungen, die häufig mit solchen Erkrankungen einhergehen, könnten durch eine optimale Selenversorgung gemildert werden. Betroffene sollten diese Zusammenhänge mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Welche Dosierung und Quellen von Selen sind empfehlenswert?

Die optimalen Mengen hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter, Geschlecht und individuelle gesundheitliche Situation. Fachgesellschaften haben konkrete Empfehlungen formuliert, die als Orientierung dienen können.

Empfohlene tägliche Zufuhr

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 60 Mikrogramm für Frauen und 70 Mikrogramm für Männer. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt einen ähnlichen Bereich von 60 bis 70 Mikrogramm als angemessene Zufuhr an.

Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigen, gehen davon aus, dass etwa 105 Mikrogramm Selen pro Tag eine optimale Versorgung gewährleisten. Diese Menge liegt über den Basisempfehlungen, soll aber den vollständigen Bedarf aller selenabhängigen Körpersysteme abdecken.

Berechnung nach Körpergewicht

Die DGE empfiehlt nach einem Gramm Körpergewicht berechnet 1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Eine Person mit 70 Kilogramm Körpergewicht würde demnach etwa 70 Mikrogramm täglich benötigen.

Natürliche Selenquellen

Tierische Produkte gelten als wichtigste natürliche Selenquellen. Fisch, insbesondere Seefisch wie Thunfisch und Kabeljau, enthält hohe Mengen des Spurenelements. Auch Eier und Fleisch tragen erheblich zur Selenversorgung bei.

Für Vegetarier und Veganer ist die Auswahl an selenreichen Lebensmitteln eingeschränkter, da pflanzliche Produkte stark von den Selengehalten der Anbaugebiete abhängen. Paranüsse enthalten vergleichsweise viel Selen, wobei die Werte je nach Herkunft stark schwanken können.

Eine weitere Option stellt angereichertes Speisesalz dar. Mit Selen und Jod angereichertes Speisesalz enthält etwa 5,5 Mikrogramm Selen pro Gramm, was 550 Mikrogramm pro 100 Gramm entspricht. Der Verbraucherzentrale-Beratungsdienst weist jedoch darauf hin, dass der Salzverbrauch moderat bleiben sollte.

Supplementierung: Wann ist sie sinnvoll?

Die Supplementierung von Selen sollte idealerweise auf Basis eines ärztlich nachgewiesenen Mangels erfolgen. Ohne diagnostizierte Unterversorgung ist die prophylaktische Einnahme von Selenpräparaten laut Fachmeinung nicht sinnvoll. Bei ausreichend versorgten Gesunden führt eine erhöhte Selenaufnahme nicht zu verbesserten physiologischen Funktionen.

Wer sich dennoch für ein Supplement entscheidet, sollte beachten, dass die meisten Nahrungsergänzungsmittel maximal 200 Mikrogramm pro Tagesdosis enthalten. Die Gesamtaufnahme aus Lebensmitteln und Präparaten sollte sorgfältig berücksichtigt werden, um die sichere obere Grenze von 255 Mikrogramm täglich nicht zu überschreiten.

Was sagen Studien zu Selen und Gewichtsverlust?

Die wissenschaftliche Evidenz zum direkten Einfluss von Selen auf die Gewichtsabnahme ist begrenzt. Eine italienische Pilotstudie aus dem Jahr 2020 lieferte jedoch erste vielversprechende Hinweise auf die Rolle von Selen bei der Gewichtsabnahme.

Ergebnisse der italienischen Pilotstudie

An der Studie nahmen 37 übergewichtige und adipöse Probanden im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Über einen Zeitraum von drei Monaten hielten alle Teilnehmer eine Ernährung mit moderatem Kaloriendefizit ein. Die eine Hälfte erhielt zusätzlich Selen, die andere ein Placebo.

Die Gruppe mit der zusätzlichen Seleneinnahme zeigte eine signifikante Verringerung der Körperfettmasse im Vergleich zur Baseline. Zudem nahm die Magermasse und Muskelmasse zu – ein Effekt, der in der Placebogruppe nicht beobachtet wurde. Auch die verbesserte Körperzusammensetzung und das erhöhte Wohlbefinden, gemessen mit dem PGWBI-Score, sprachen für die Selengruppe.

Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass Selen die positiven Effekte einer Diät verstärken kann. Allerdings handelt es sich um eine einzelne Pilotstudie mit begrenzter Teilnehmerzahl. Umfassendere Meta-Analysen und größere klinische Studien stehen noch aus.

Einschränkung der Evidenz

Die vorliegende Studie ist eine Pilotstudie mit 37 Teilnehmern. Die Ergebnisse sind vielversprechend, sollten aber nicht als alleinige Grundlage für therapeutische Entscheidungen dienen. Weitere Forschung ist notwendig, um die Wirkung definitiv zu bestätigen.

Nebenwirkungen und Risiken einer Überdosierung

Eine dauerhaft zu hohe Selenzufuhr kann gefährliche Auswirkungen haben. Die sogenannte Selenose äußert sich durch verschiedene Symptome, die von Haarausfall und brüchigen Nägeln über Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Durchfall bis hin zu Gelenkschmerzen und anhaltender Müdigkeit reichen.

Ein besonders auffälliges Symptom ist der knoblauchartige Atemgeruch, der durch die Ausscheidung über die Atemluft entsteht. In schweren Fällen können auch neurologische Störungen auftreten. Bei sehr großen Mengen im Grammbereich besteht akute Lebensgefahr durch Herzversagen.

Eine klinische Studie mit Tagesdosen von 1600 bis 3200 Mikrogramm zeigte deutliche Nebenwirkungen bei der höheren Dosis. Dies unterstreicht, wie wichtig die Einhaltung der empfohlenen Obergrenzen ist.

Die Forschung zu Selen und Gewicht im zeitlichen Verlauf

Das Wissen um die Bedeutung von Selen für den menschlichen Körper hat sich über mehrere Jahrzehnte entwickelt. Die folgenden Meilensteine zeichnen die wichtigsten Stationen der Forschung nach.

  1. 1979: Selen wird international als essentielles Spurenelement anerkannt. Zwei Jahrzehnte zuvor war bereits ein Zusammenhang zwischen Selenmangel und der Keshan-Krankheit in China dokumentiert worden.
  2. 2000er Jahre: Wissenschaftler beginnen, die spezifischen Zusammenhänge zwischen Selen und Schilddrüsenfunktion intensiver zu erforschen. Die Rolle der Selenoproteine bei der Schilddrüsenhormonproduktion rückt in den Fokus.
  3. 2010er Jahre: Erste kleinere Studien untersuchen mögliche Zusammenhänge zwischen Selenstatus und Adipositas. Die Ergebnisse bleiben jedoch zunächst widersprüchlich.
  4. 2020: Die italienische Pilotstudie liefert konkretere Hinweise auf positive Effekte von Selen bei kalorienreduzierter Ernährung. Die Studie mit 37 Probanden zeigt Verbesserungen bei Körperzusammensetzung und Wohlbefinden.

Bewiesen und ungeklärt: Was wissen wir sicher?

Die wissenschaftliche Diskussion zu Selen und Gewicht wird von zwei unterschiedlichen Kategorien von Erkenntnissen geprägt. Während einige Zusammenhänge als gesichert gelten, bleiben andere Fragen bis heute offen.

Bewiesene Zusammenhänge

  • Selen ist essenziell für die Funktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4
  • Ein schwerer Selenmangel kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen
  • Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt 60–70 µg für Erwachsene
  • Überdosierung ab etwa 400 µg täglich kann Symptome einer Selenose verursachen
  • Die durchschnittliche Selenzufuhr in Deutschland liegt unter den Empfehlungen
  • Vegetarier und Veganer haben ein erhöhtes Risiko für Unterversorgung

Noch offene Fragen

  • Direkter Effekt von Selen auf die Fettverbrennung bei normal versorgten Personen
  • Optimale Selenmenge für maximale Unterstützung beim Abnehmen
  • Langzeiteffekte einer Selensupplementierung bei Gesunden
  • Interaktionen zwischen Selen und anderen Spurenelementen beim Gewichtsmanagement
  • Welche Rolle spielt die Genetik bei der Selenverwertung?
  • Reproduzierbarkeit der italienischen Studie in größeren Populationen

Selen im Kontext der Ernährung und Gesundheit

Das Spurenelement Selen steht in engem Zusammenhang mit anderen Mineralien und Vitaminen, die gemeinsam den Stoffwechsel beeinflussen. Besonders die Verbindung zu Jod ist hervorzuheben, da beide Stoffe für die Schilddrüsenfunktion unverzichtbar sind.

In Deutschland variieren die Selengehalte in Böden und damit in pflanzlichen Lebensmitteln erheblich. Die landwirtschaftlichen Flächen in Norddeutschland weisen tendenziell niedrigere Selengehalte auf als jene in anderen Regionen. Dies erklärt, warum die durchschnittliche Selenversorgung hierzulande häufig unter den Empfehlungen liegt.

Im Vergleich zu anderen Industrienationen nimmt Deutschland bei der Selenversorgung eine Sonderstellung ein. Während in den USA oder Kanada deutlich mehr Selen über die Nahrung aufgenommen wird, müssen Verbraucher hierzulande bewusster auf ihre Versorgung achten. Wie in einem anderen Artikel beschrieben, können solche regionalen Unterschiede bei Nährstoffen den individuellen Bedarf erheblich beeinflussen.

Auch die Qualität der verfügbaren Lebensmittel spielt eine Rolle. Bei der Auswahl von Supplementen oder angereicherten Lebensmitteln sollten Verbraucher auf transparente Kennzeichnung und vertrauenswürdige Quellen achten.

Expertenmeinungen und Quellenbewertung

„Die Supplementierung von Selen sollte nur bei nachgewiesenem Mangel und nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. Bei Gesunden ohne Mangel ist kein Nutzen für das Körpergewicht zu erwarten.”

Verbraucherzentrale Deutschland

„Selen kann die positiven Effekte einer kalorienreduzierten Diät verstärken, ersetzt aber keinesfalls das notwendige Kaloriendefizit.”

— Wissenschaftler der italienischen Pilotstudie 2020

Die vorliegenden Empfehlungen basieren auf den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sowie auf wissenschaftlichen Originalarbeiten, die in den Suchergebnissen dokumentiert sind. Bei individuellen gesundheitlichen Fragen empfiehlt sich stets die Konsultation eines Facharztes.

Fazit: Selen als unterstützendes Element beim Abnehmen

Selen kann beim Abnehmen eine unterstützende Rolle spielen, ist jedoch kein eigenständiges Abnehmittel. Der Mineralstoff entfaltet seine Wirkung indirekt über die Optimierung der Schilddrüsenfunktion, die wiederum den Stoffwechsel beeinflusst. Bei einem nachgewiesenen Selenmangel kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein und dazu beitragen, dass der Körper effizienter mit Energie umgeht.

Für Menschen ohne Mangel bietet eine zusätzliche Seleneinnahme keinen nachgewiesenen Vorteil beim Abnehmen. Die italienische Studie deutet zwar auf positive Effekte hin, doch bis zur Bestätigung durch umfassendere Forschung sollten realistische Erwartungen gelten: Ohne Kaloriendefizit und regelmäßige Bewegung ist kein dauerhafter Gewichtsverlust möglich.

Wer seine Selenversorgung optimieren möchte, sollte zunächst auf eine ausgewogene Ernährung mit selenreichen Lebensmitteln achten. Tierische Produkte wie Fisch und Eier, aber auch Paranüsse können zur Versorgung beitragen. Erst wenn ärztlich ein Mangel festgestellt wird, sollte eine Supplementierung in Betracht gezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die empfohlene tägliche Selenmenge in Deutschland?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 60 Mikrogramm täglich für Frauen und 70 Mikrogramm für Männer. Die tatsächliche durchschnittliche Zufuhr liegt jedoch bei nur 31 bis 66 Mikrogramm.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Selen?

Zu den selenreichsten Lebensmitteln zählen Seefisch wie Thunfisch und Kabeljau, Eier, Fleisch sowie Paranüsse. Der Selengehalt in pflanzlichen Lebensmitteln schwankt je nach Anbauregion erheblich.

Kann man Selen mit anderen Mineralien kombinieren?

Selen interagiert mit verschiedenen Nährstoffen, besonders mit Jod, das für die Schilddrüsenfunktion ebenfalls essenziell ist. Eine ausgewogene Kombination verschiedener Spurenelemente kann sinnvoll sein, sollte aber individuell abgestimmt werden.

Wie können Vegetarier und Veganer ihren Selenbedarf decken?

Vegetarier und Veganer haben ein erhöhtes Risiko für Selenmangel, da die besten Quellen tierischen Ursprungs sind. Paranüsse, Selenhefe und angereicherte Lebensmittel können helfen, den Bedarf zu decken.

Kann Selenmangel zu Haarausfall und Gewichtsveränderungen führen?

Ja, sowohl Selenmangel als auch Selenüberschuss können Haarausfall verursachen. Gewichtsschwankungen werden eher durch die Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion vermittelt als durch direkte Effekte des Selens.

Wann sollte man einen Selen-Test machen lassen?

Ein Selentest ist ratsam bei anhaltender Müdigkeit, unerklärlicher Gewichtszunahme oder Schilddrüsenerkrankungen. Auch bei einseitiger Ernährung oder vegetarischer/veganer Kost kann eine Überprüfung sinnvoll sein.

Wie hoch ist die maximale sichere Selenmenge?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit gibt 255 Mikrogramm täglich als sichere obere Grenze für Erwachsene an. Bei dauerhafter Überschreitung können Symptome einer Selenose auftreten.

Lukas Felix Bauer Koch

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